Darf man sichtschutzzaun ohne genehmigung bauen espen

Der bau von sichtschutzzäunen: eine rechtliche und technische betrachtung

möchten sie einen sichtschutzzaun errichten, um ihre privatsphäre zu verbessern, und fragen sich, ob dafür eine genehmigung erforderlich ist, insbesondere im hinblick auf die bodenbeschaffenheit in gebieten mit lehmboden?

Technische anforderungen - din 18300 und bauo NRW

für erdarbeiten und fundamente sind die normen des deutschen instituts für normung (din) maßgeblich. Die din 18300 (vob/c - erdarbeiten) regelt die ausführung von erdbauarbeiten, einschließlich des aushubs von fundamenten. Die statische bemessung von fundamenten, insbesondere im hinblick auf lasten und bodenwiderstand, erfolgt nach dem eurocode 7 (din en 1997-1). Gemäß § 63 der bauordnung für nordrhein-westfalen (bauo NRW) sind bauliche anlagen so anzuordnen, zu gestalten und zu errichten, dass sie die öffentliche sicherheit und ordnung, insbesondere die des verkehrs, nicht gefährden. Für sichtschutzzäune, die keine tragende funktion erfüllen und üblicherweise eine geringe höhe aufweisen, sind genehmigungen oft nicht erforderlich, solange sie die nachbargrundstücke oder öffentliche flächen nicht beeinträchtigen und bestimmte höhenbegrenzungen nicht überschreiten (z.B. Häufig ≤ 1,80 m). Die genauen bestimmungen hierzu entnehmen sie bitte der bauo NRW und den örtlichen satzungen.

Fundamenttypen und kostenschätzung bei lehmboden

die wahl des fundamenttyps hängt maßgeblich von der bodenbeschaffenheit ab. Bei lehmboden, der zu setzungen neigen kann, sind besondere vorkehrungen zu treffen:
fundamenttyp mindesttiefe (bei lehmboden in NRW) material kostenschätzung (pro lfm, ohne zaunmaterial)
punktfundament (für pfosten) mindestens 80 cm (frosttiefe beachten, din 18300, abschnitt 3.2.1) beton c12/15, eventuell mit stahlarmierung 80 - 150 €
streifenfundament (seltener für reine sichtschutzzäune) mindestens 80 cm beton c12/15 100 - 200 €
pfosten mit einschlagbodenhülsen (nur bei geringen höhen und bindigen böden mit geringer frostempfindlichkeit, generell nicht empfohlen bei lehm) nicht direkt anwendbar; pfostenlänge ca. 60-80 cm über bodenniveau stahl (verzinkt) 20 - 50 €
schotter-drainage-bettung (unter fundament bei hohem grundwasser) ergänzend zur mindesttiefe schotter/kies (verschiedene körnungen) 20 - 50 €
hinweis: die kostenschätzungen sind richtwerte und können je nach region, aufwand und materialwahl stark variieren. Ein bodengutachten kann für eine präzisere dimensionierung unerlässlich sein.

Häufige fehler bei der fundamenterstellung

dokumentierte fälle zeigen wiederkehrende fehlerquellen, die zu instabilität oder bauschäden führen können:
  • fehlende drainage bei hohem grundwasser: staunässe im fundamentbereich kann zu frostschäden und erosion führen. Bei problematischen grundwasserverhältnissen ist eine drainage unerlässlich.
  • unzureichende gründungstiefe: insbesondere bei lehmböden muss die frostgrenze unterschritten werden, um ein aufbrechen des fundaments durch frosthub zu verhindern. Mindestens 80 cm sind in NRW als richtwert anzusehen.
  • fehlendes bodengutachten: ein bauherr in [stadtbeispiel einfügen, z.B. Köln] erhielt eine ablehnung wegen fehlender plinten auf verdichtetem boden - prüfen sie stets das bodengutachten, um böse überraschungen zu vermeiden.
  • unzureichende verankerung der pfosten: bei windlasten muss der pfosten sicher im fundament verankert sein.