Sichtschutzzaun höhe erlaubt hennef
Technische anforderungen und normen
Baugrund und fundamente (din 18300 & din en 1997-1)
die standsicherheit eines sichtschutzzauns hängt maßgeblich vom baugrund und der ausführung des fundaments ab. Gemäß din 18300 (erdarbeiten - vob/c) ist die beschaffenheit des bodens entscheidend für die bemessung der fundamenttiefe. Für die bemessung der fundamente selbst, insbesondere hinsichtlich der druck- und schubkräfte, ist der eurocode 7 (din en 1997-1) maßgebend. Bei einem einfachen sichtschutzzaun sind die anforderungen in der regel weniger komplex als bei größeren bauwerken, aber eine korrekte fundamentierung ist unerlässlich, um schäden durch frosthebung oder windlast zu vermeiden.| fundamenttyp | mindesttiefe (bei lehmboden) | material | kostenschätzung (pro punkt) |
|---|---|---|---|
| punktfundament (beton) | mindestens 80 cm (frosttiefe beachten) | beton c12/15, optional mit bewehrung | 50 - 120 € |
| streifenfundament (beton) | mindestens 80 cm (frosttiefe beachten) | beton c12/15, bewehrung nach erfordernis | 80 - 180 € |
| einzelfundamente (z.B. H-anker) | 100 cm (einschlagen, frostsicherheit beachten) | feuerverzinkter stahl | 40 - 90 € |
| schraubfundamente | abhängig von bodengutachten und herstellerangaben (oft ≥ 120 cm) | stahl | 70 - 150 € |
Häufige fehler bei sichtschutzzäunen
bei der errichtung von sichtschutzzäunen treten wiederholt fehler auf, die zu schäden oder genehmigungsproblemen führen können:- fehlende drainage bei hohem grundwasser: stehendes wasser kann zur korrosion von metallteilen führen und das fundament unterspülen. Eine einfache drainageleitung unterhalb der frosttiefe ist oft empfehlenswert.
- unzureichende fundamenttiefe: bei frost kann der zaun angehoben werden, wenn die fundamente nicht tief genug reichen (unterhalb der lokalen frostgrenze, in NRW oft 80 cm).
- keine berücksichtigung von windlasten: hohe und lange zäune sind windkräften ausgesetzt. Eine ausreichende verankerung und gegebenenfalls zusätzliche abstützungen sind notwendig. Die lastannahmen sind in din en 1991-1-4 (windlasten) zu finden.
- ungenehmigte überschreitung der zulässigen höhe: ein bauherr in hennef musste einen bereits errichteten sichtschutzzaun teilweise zurückbauen, da die örtlich erlaubte höhe von 1,80 m überschritten wurde. Prüfen sie stets die lokalen bauvorschriften bezüglich der maximal zulässigen höhe.
- fehlende plinten bei speziellen bodenverhältnissen: ein bauherr erhielt eine ablehnung wegen fehlender plinten, da das bodengutachten eine geringe tragfähigkeit des untergrunds aufzeigte. Prüfen sie stets die notwendigkeit eines bodengutachtens bei unsicherheiten.