Max breite scheune dormagen

Technische anforderungen (din 18300, din en 1997-1)

die ausführung von erdarbeiten richtet sich primär nach din 18300 (vob/c - erdarbeiten). Für die bemessung von fundamenten ist die din en 1997-1 (eurocode 7) maßgeblich. Diese normen definieren die grundlagen für;
  • Bodenklassifizierung und baugrunderkundung (din 18300, abschnitt 3.1)
  • Ausführung von gründungsarbeiten (din 18300, abschnitt 3.2)
  • Bemessung von flach und tief gegründeten fundamenten unter berücksichtigung von bodenkennwerten (din en 1997-1)

Fundamenttypen und kostenschätzung (beispiele für lehmboden)

die wahl des fundamenttyps ist stark vom lokalen baugrund abhängig. Bei einem lehmboden ist besondere sorgfalt geboten.
fundamenttyp mindesttiefe (bei lehm) material kostenschätzung (richtwert pro m²)
streifenfundament mindestens 80 cm (frosttiefe nach din en 1997-1, nationaler anhang) stahlbeton (c25/30), bewehrungsstahl ca. 250 - 400 €
bodenplatte mindestens 30 cm (auf tragfähigem untergrund) stahlbeton (c25/30), ggf. Xps-dämmung ca. 200 - 350 €
punktfundament (bei stützen) mindestens 80 cm (frosttiefe) stahlbeton (c25/30) ca. 150 - 250 € pro punkt
verbundanker (bei stahlkonstruktion) abhängig von geotechnik, mindestabnahme nach herstellerangaben. spezialanker, vergussmörtel variabel, projektbezogen
diese schätzungen sind richtwerte und können je nach statischer erfordernis und örtlichen gegebenheiten stark variieren. Ein bodengutachten ist unerlässlich.

Schritt-für-schritt-anleitung für die genehmigung und ausführung

  1. Schritt 1: baugrunduntersuchung

    lassen sie ein qualifiziertes bodengutachten erstellen. Dieses definiert die bodenklassen (z.B. Lehm, sand), den grundwasserspiegel und die tragfähigen schichten. Dies ist die grundlage für alle weiteren statischen berechnungen.
  2. Schritt 2: klärung lokaler vorschriften

    informieren sie sich bei der stadt dormagen über den bebauungsplan, die örtlichen bauvorschriften und eventuelle genehmigungsfreistellungen für landwirtschaftliche gebäude bis zu einer bestimmten größe (z.B. ≤ 30 m² grundfläche).
  3. Schritt 3: statische planung

    basierend auf dem bodengutachten und der geplanten scheunenkonstruktion (breite, höhe, dachlast, windlast) erstellt ein tragwerksplaner (statische berechnung) die erforderlichen fundamentabmessungen gemäß din en 1997-1 und die bauartzeichnung.
  4. Schritt 4: bauantrag einreichen

    reichen sie den vollständigen bauantrag bei der zuständigen baubehörde der stadt dormagen ein. Dieser muss neben den bauvorlagen auch die statische berechnung und das bodengutachten beinhalten.
  5. Schritt 5: ausführung und überwachung

    führen sie die erdarbeiten und fundamentarbeiten gemäß der statischen berechnung und din 18300 aus. Eine fachgerechte ausführung und ggf. Eine baubegleitung durch einen sachverständigen sind empfehlenswert.